Biotoppflege: Herkulesaktion in der Moosschwaige

Die fleißigen Helfer.

Von links: Stefan Medic, Silke Kühl, Eckhard Kreß, Ulrich Schwab, Ralf Heidner, Martha Janssen, Wichard von Klitzing, Gabriele Wimmer, Luise Erhart, Frau Funck, Maryam Romiani-Kerschbaumer, Joachim Schmidt-Sibeth, Hedwig Schraudner, Robert Kießling, Claudia Lauscher, Ernst Ehret, Gisela Heinz, Heinrich Amplatz, Peter Hanselka, Martin Haese-Seiller, Ingrid Becker

 

 

 

Foto: Ch. Harzer

 

Am Samstag, dem 17. April 2010, kam in der Moosschwaige eine große Helferschar aus München und Umgebung zusammen. Gemeinsam wollte man die frisch austreibenden Riesenbärenklau-Pflanzen, auch Herkulesstaude genannt, ausgraben. Diese Staude hat sich seit vielen Jahren in der Moosschwaige ausgebreitet und droht die dortigen Moorpflanzen zu verdrängen. Dem will der LBV in Zusammenarbeit mit dem städtischen Forst und den Landwirtschaftlichen Betrieben Einhalt gebieten.

Organisatorin und Projektleiterin für die Biotoppflege in der LBV-Kreisgruppe Christine Harzer gab zunächst eine Einführung. Woran erkenne ich die Pflanze? Wie sieht ein Keimling aus? Beim Ausgraben darf kein Pflanzensaft auf die Haut kommen. Bei Sonne verursacht er starke Verbrennungen und Brandblasen. Sollte doch jemand aus Versehen in Kontakt mit dem Pflanzensaft kommen, stehen Eimer und Gießkannen mit Wasser zum Abwaschen bereit. Jeder bekam Schutzhandschuhe und Werkzeug in die Hand und schon konnte es losgehen. Aufgeteilt in vier Gruppen ging die stolze Zahl von 21 Ehrenamtlichen ans Werk.

Mittags nach der Brotzeit nahm man sich Zeit, die Moorfläche am Erlbach zu besichtigen. Ulrich Schwab und Christine Harzer zeigten die ersten Mehlprimeln und Fettkräuter. Das Blaugras stand in voller Blüte.

Die alljährliche Aktion macht Fortschritte. Jedes Jahr ist es eine besondere Freude zu beobachten, wie die Stauden auf den im Vorjahr bearbeiteten Bereichen immer weniger werden. Aber es gibt noch viel zu tun. Vielleicht sind auch Sie im nächsten Jahr mit dabei?

Christine Harzer

 

Ausgerüstet mit Spaten ging es den Stauden an den Kragen

Hier musste man schon genauer nach den Herkulesstauden suchen

Die Pflanzen können stattliche Wurzeln entwickeln

Es zeigte sich schon die erste Mehlprimel

Ernst Ehret kredenzte zur Mittagspause leckeres, selbst gemachtes Bärlauch-Pesto

Gut verpackt in Müllsäcken wurden die Pflanzen entsorgt

Alle Fotos: Ch. Harzer