Biotoppflegeaktion: Mehr Licht für Türkenbund und Graslilie in der Allacher Haide

Am 6.3.2010 hatten alle ehrenamtlichen Biotoppfleger wieder die Möglichkeit an einem Samstag bei der Flächenpflege des LBV mitzuhelfen. Alle hatten sich auf diesen Termin besonders gefreut, denn die vorangegangenen Frühlingstage versprachen einen sonnigen Tag. Die ersten Blumen würden aus dem Boden sprießen und die Vögel zwitschernd in den Bäumen sitzen. Doch am Samstagmorgen mussten wir beim Blick aus dem Fenster diese angenehme Vorstellung aufgeben. Der Frühling war über Nacht von einer weiteren kalten Schneefront verdrängt worden.
Doch diese Erkenntnis konnte die Vorfreude auf einen erfolgreichen Tag in der Natur nicht eindämmen und so trafen sich alle 11 Ehrenamtlichen wie verabredet um 10 Uhr am Allacher Bahnhof. Dort wurden wir von Christine Harzer, der Projektleiterin für Biotoppflege beim LBV, und dem Biotoppflegehelfer Ernst Ehret mit dem LBV-Bus abgeholt. Das Ziel war eine Pflegefläche in der Allacher Haide, wo kürzlich Gehölze beschnitten worden waren. Unsere Aufgabe an diesem Tag war es, auf mehreren Teilflächen die geschnittenen Äste auf großen Haufen am Wegesrand zu sammeln. Dort werden sie vom Gartenbaureferat abgeholt, das dem LBV die Entsorgung abnimmt.
 

Foto: Ch. Harzer
Die Äste wurden am Weg aufgehäuft
 

Der LBV schneidet Gehölze zurück, um ursprünglich offene Haideflächen zurückzugewinnen, und die Lichtsituation für gefährdete Pflanzen zu verbessern. Gefährdete Pflanzenarten, die man in der Allacher Haide findet, sind zum Beispiel der Gewöhnliche Fransenenzian, der Türkenbund, die Silberdistel, die Ästige Graslilie, die Wiesen-Schlüsselblume und das Weiße Fingerkraut.

Foto: Ch. Harzer
Arbeiten in der Winterlandschaft

Bei der Arbeit wurde allen schnell warm, sodass Schnee und Kälte fast vergessen waren. Mittags wurde am Auto eine Pause eingelegt und Christine versorgte uns mit Pfisterbrot und Käse, Gurken, Äpfeln, Kaffee und Tee. Sie zeigt uns außerdem einige Fotos von Blumen der Allacher Haide und dem Gelände, um uns über den Nutzen unserer Arbeit aufzuklären. Von der Pause gestärkt gingen wir zurück zu den Flächen, waren nach kurzer Zeit aber schon fertig. Die Arbeit war getan und wir konnten nach einem schönen Vormittag im Freien zufrieden nach Hause gehen.

  

Foto: Ch. Harzer

Die Gruppe vom 6.3. von links: Claudia Lauscher, Ernst Ehret, Sigrid Frank, Monika Graf, Stephen Gertsch, Edith Biener, Sophie Mailänder, Andreas Mayer, Martin Haese-Seiller, Dieter Pfaffelhuber, Robert Kießling, Solveigh Dörner, Christine Harzer

Sophie Mailänder