Aktuelles/Landschaftspflege: Das Biotop am Ackermannbogen soll nicht bebaut werden! (8.8.2007)
| Setzen Sie sich als Anwohner
des Ackermannbogens oder als Münchner, dem die Natur in der Stadt am Herzen
liegt, für das Biotop am Ackermannbogen ein! Sprechen Sie sich gegen eine
Bebauung des Enzianbiotops aus und unterschreiben Sie! Die Unterschriftenlisten sind erhältlich in der
Geschäftsstelle des Landesbund für Vogelschutz (Klenzestraße 37, 80469
München) bei Christine Harzer unter Tel. 089 / 200 270 81 bzw.
c-harzer@lbv.de. Die ehemalige Waldmann-Kaserne und Stetten-Kaserne in Schwabing werden seit einigen Jahren sukzessive von Nord nach Süd in ein attraktives Wohngebiet umgewandelt. Das Gebiet liegt südlich des Olympiaparkes zwischen der Ackermannstraße, der Schwere-Reiter-Straße im Süden und der Schleißheimerstraße im Osten. In nächster Zeit soll nun die Bebauung im südlichen Teil fortgesetzt werden. Dort liegt ein in der Stadtbiotopkartierung erfasstes Biotop. Der derzeitige Entwurf zum Bebauungsplan Nr. 1905e vom 26.10.2005 am Ackermannbogen sieht eine Bebauung des Biotops im westlichen Drittel mit drei Wohngebäuden vor. Der Landesbund für Vogelschutz hat seit 2004 die Pflege des Stadtbiotops Nr. 117 und der angrenzenden, wertvollen Magerrasen auf dem ehemaligen Gelände der Stetten-Kaserne am Ackermannbogen übernommen. Dortige Pflanzengesellschaften sind nach Art. 13 d des Bayerischen Naturschutzgesetzes geschützt. Im Jahr 2005 trat infolge der Pflege dort sogar der gefährdete Fransenenzian wieder auf. Sollte die Wohnbebauung verwirklicht werden, würde das bisher ohnehin nur 1,3 ha große Biotop um ein Drittel schrumpfen. Die Population des Fransenenzians wie auch des Idas-Silberfleckbläulings, eines gefährdeten Schmetterlings, wäre ausgelöscht, der bleibende kleine Abschnitt des Biotops würde durch Randeffekte und Beschattung entwertet. Ein Überleben der dortigen 20 gefährdeten und für München bedeutsamen Tier- und Pflanzenarten ist mit der Wohnbebauung nicht möglich. Der Entwurf des Bebauungsplanes Nr. 1905 e vom 26.10.2005 ist aus unserer Sicht nicht akzeptabel. Der Landesbund für Vogelschutz hat bereits im
Juli 2006 eine Stellungnahme
abgegeben. Die Umweltverträglichkeitsprüfung ist noch nicht abgeschlossen.
Leider haben wir bisher noch kein Gehör gefunden. V.i.S.d.P.: Landesbund für Vogelschutz |
|