Aktuelles: Holler-Aktionstag am Englischen Garten 2010
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An einem regenfreien Mai-Nachmittag hatte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) am Rande des Englischen Gartens in München zum Beginn der diesjährigen Holunderblüte zu einem Holler-Aktionstag eingeladen. 26 Aktionsteilnehmer wurden am frisch aufgeblühten Holunderstrauch vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) zunächst mit einem Schluck erfrischendem Hollerblüten-Wasser begrüßt. Es war schon morgens mit Hollerblüten, Wasser und wenigen Zitronenscheiben angesetzt worden und führte geschmacklich behutsam in die zarten Aromen der Holunderblüten. So manchen erstaunte, dass es auch ohne Zucker oder andere Süßstoffe so gut schmeckte. Anschließend pendelten die Teilnehmer zwischen zwei Stationen hin und her: Ernst Ehret hatte einen kleinen Werktisch mit Bohrern und Sägen aufgebaut, wo er geduldig und ausdauernd den Mitmachern den Bau und Gebrauch von Hollerflöten erklärte und sie dabei auch praktisch unterstützte, so dass hier jeder zum Schluss eine selbst gebaute und funktionierende Flöte mit nach Hause nehmen konnte. Ulrich Dopheide betreute die Hollerkücherl-Backstation, wo sich über dem Wildniskocher im siedenden Fett der Pfanne jeder selbst ein Hollerkücherl heraus backen konnte. Hierzu waren die Holunderblüten jeweils vorher in einen sehr dünnflüssigen Pfannkuchenteig getunkt worden, der dann nach 20 oder 30 Sekunden zu einem goldbraun knusprigen Überzug der Holunderblüte frittiert wurde. Aufmerksame Zuhörer fand eine Geschichte aus germanischen Götterzeiten über diesen so durch und durch heimischen Strauch. Ergänzt wurde sie mit weiteren Informationen zu seiner Kulturgeschichte, Ökologie und Heilwirkungen. Sehr zufriedene Gesichter erzeugten auch der anschließend gereichte Hollerblütensirup, der klassisch mit viel Wasser verdünnt war und als Hollerlimonade immer noch süß schmeckte. Und natürlich der Hollerblüten-Likör, dem die Erwachsenen gerne zusprachen. Die Kinder durchbohrten derweil an der Bastelstation Holunder-Aststücke und bauten daraus Ketten, Hollerstangerl-Schlangerl und Blasrohre, mit denen sie schon nach wenig Übung das Ziel trafen, nämlich ein Windspiel, das wohlklingend jeden Treffer signalisierte. So war aus der Holleraktion dank der vielen aktiven Mitmacher ein richtiges Hollerfest geworden. Ulrich Dopheide |
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